Forex Ausbruchstrategien

Ausbruchstrategien fokussieren sich auf charttechnische Ereignisse und versuchen, Marktkonstellationen mit einem im Vergleich zum Zufall günstigen Chance-Risiko-Verhältnis zu identifizieren. „Ausbrüche“ sind dabei definiert als Kursbewegungen, die eine charttechnische Formation auflösen bzw. vollenden. Es kann sich bei diesen Formationen um einfache Widerstände und Unterstützungen ebenso handeln wie um Flaggen, Wimpel, Dreiecke oder andere Chartformationen, wie zum Beispiel die Kopf-Schulter-Formation.

Ausbruchstrategien erfordern ein gewisses Geschick bei der Chartanalyse, so dass sie sich für Anfänger ganz ohne Erfahrung im Charting nur sehr bedingt eignen. Rein quantitativ lassen sich Ausbrüche aus Formationen trotz großer Fortschritte bei der Analyse-Software nicht definieren. Der Erfolg Ausbruchstrategien hängt deshalb zu einem guten Teil von den Fähigkeiten des Traders ab. Wer die Chartanalyse perfekt beherrscht und regelmäßig eine ausreichend große Anzahl von Währungspaaren analysiert, kann attraktive Profite erzielen.

Das Prinzip einer Ausbruchstrategie ist einfach: Sind aussichtsreiche Marktkonstellationen identifiziert, wird eine Position gemäß der gängigen Interpretation der vorliegenden Formation eingegangen. Durchbricht ein Markt beispielsweise einen Widerstand, wird eine Longposition eröffnet. Fällt der Kurs hingegen unter eine signifikante Unterstützung, positioniert sich der Trader short im Markt. Das Wesen einer Ausbruchstrategie impliziert, dass klare Regeln für den Ausstieg aus einer Position gelten: Erweist sich der Marktimpuls als Fehlausbruch, ist die Position zu schließen. Wird das charttechnisch errechnete Kursziel erreicht, kann der Trader entweder seine Position schließen oder durch ein Trailing Stopp bereits erzielte, aber noch nicht realisierte Gewinne sichern.

Eine der größten Schwächen von Ausbruchstrategien ist die recht schlechte Präzision der Signale. Durchbricht ein Markt etwa einen Widerstand um einige Pips, besteht das große Risiko einer Bullenfalle. Der Trader muss deshalb dem Markt relativ viel Spielraum geben und kann seine Verlustbegrenzung nicht beliebig umsetzen. Gerade im Forex Handel müssen deshalb größere Verluste in einzelnen Positionen hingenommen werden, weil durch den Finanzhebel auch kleinere Marktbewegungen große Wirkung auf den Kontostand entfalten.

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