Forex Swing Trading

Swing-Trading ist als Begrifflichkeit nicht eindeutig definiert, vielmehr existieren unterschiedliche Interpretationen des Ansatzes. Mit „Swing“ ist der Schwung des Marktes gemeint, den es für den Trader auszunutzen gilt. Swing-Trading ist kurzfristig orientiert und Positionen im Markt werden in der Regel nicht länger als eine Woche gehalten.

Eine gängige Interpretation von Swing-Trading ist, dass versucht wird, von den Marktbewegungen, die gegen den eigentlichen Trend gerichtet sind, zu profitieren. Ein Trader sucht dabei in einem Aufwärtstrend nach Phasen, in denen der Markt überkauft ist und eine kurzfristige Korrektur zu erwarten ist. Umgekehrt wird in einem intakten Abwärtstrend eine überverkaufte Marktsituation gesucht, der eine Korrektur nach oben folgt.

Eine andere Interpretation betrachtet Swing-Trading als Fokussierung auf wichtige Widerstands- und Unterstützungszonen im Markt. Dabei wird in einem Markt, der sich einem Widerstand nähert, zunächst eine Shortposition eröffnet mit dem Ziel, vom Abprallen des Kurses nach unten zu profitieren. Wird der Widerstand dann gebrochen und steigt der Markt weiter, wird die Position gedreht und aus dem antizyklischen Investment wird ein Prozyklisches. Die Grenze zu einer Ausbruchstrategie ist bei dieser Interpretation fließend.

Swing-Trading-Systeme sind hinsichtlich ihres Chance-Risiko-Profils ebenso vielfältig wie die Anzahl der Interpretationen, die Swing-Trading beschreiben. Wird ein Modell gewählt, bei dem Positionen vornehmlich um Widerstände und Unterstützungen herum eröffnet werden, richtet sich das Ertragsprofil nach dem Filter, der bei der Signalgenerierung zum Einsatz kommt: Wer jede Unterstützung und jeden Widerstand tradet, wird recht viele Fehlsignale bekommen. Wer nur selten und bei Vorliegen strenger Kriterien eine Position eröffnet, dürfte auf lange Sicht eine bessere Performance zu erwarten haben.

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