Was das Trading am Forex Markt ausmacht

Der Handel am Devisenmarkt unterscheidet sich grundlegend vom Aktien- oder Derivatehandel. Er findet ausschließlich außerbörslich über die Plattformen spezialisierter Forex Broker statt. Die wesentlichen Merkmale sind die immense Liquidität, die praktisch ununterbrochene Handelsaktivität, die geringen Kosten und der große, in die Handelsplattformen integrierte Finanzhebel.

Am Forex Markt werden jeden Tag rund 1,6 Billionen US-Dollar umgesetzt. Der Devisenmarkt ist das Spiegelbild des Welthandels, der durch die Globalisierung und die damit einhergehende stärkere Verflechtung der Weltwirtschaft stark wächst. Die Akteure am Devisenmarkt gehören dementsprechend zu den ganz großen der Finanzwelt: International agierende Großbanken, Versicherungskonzerne, Institutionen wie IWF und Weltbank und – ganz besonders wichtig – die Notenbanken der Welt handeln in direkter Verbindung miteinander. Devisen werden auf der ganzen Welt gehandelt. Durch die Zeitverschiebung steht Anlegern der Forex Markt deshalb an sechs Tagen in der Woche rund um die Uhr offen.

Gemessen in mitteleuropäischer Zeit beginnt der Handel am Sonntagabend und endet in der Nacht von Freitag auf Samstag. Dazwischen liegen keine Pausen, so dass Probleme mit Gaps (also Kurslücken zwischen Handelsphasen), wie sie aus dem Aktienhandel bekannt sind, nicht vorkommen. Forex Trading ist sehr kostengünstig.

Die Market Maker verlangen von ihren Kunden in der Regel keine Gebühren oder Kommissionen. Sie verdienen ihr Geld ausschließlich mit der Geld-Brief-Spanne, die zwischen den An- und Verkaufskursen auf der Plattform liegt. Diese beläuft sich in den wichtigen Währungspaaren – also etwa EUR/USD – auf durchschnittlich zwei so genannten Pips. In Pips werden Kursveränderungen am Devisenmarkt gemessen. Die Wechselkurse am Forex Markt werden mit vier Stellen nach dem Komma dargestellt. Ein Pip entspricht einer Änderung um eine Einheit auf der vierten Nachkommastelle. Ein weiteres typisches Charakteristikum ist der Finanzhebel, der es auch Kleinanlegern ermöglicht, große Positionen im Währungsmarkt zu bewegen, ohne dabei einen Kredit aufzunehmen und existenzielle Risiken einzugehen.

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